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Lösungsszenario · technische B2B-Unternehmen · Angebotsprozess

Angebotserstellung automatisieren: von der Anfrage zum prüfbaren Entwurf.

Wer die Angebotserstellung automatisieren will, braucht mehr als ein KI-Modell: Dieses Lösungsszenario zeigt, wie E-Mails, PDFs, Leistungsverzeichnisse und Tabellen strukturiert ausgewertet, mit freigegebenem Produkt- und Erfahrungswissen verbunden und kontrolliert an Fachteam, ERP, DMS oder CRM übergeben werden können.

EingangE-Mail, PDF & LV

Dokumente und Anforderungen einem Vorgang zuordnen.

WissenProdukte & Erfahrung

Freigegebene Quellen und vergleichbare Vorgänge heranziehen.

ÜbergabeERP, DMS & CRM

Entwürfe, Annahmen und offene Punkte prüfbar weitergeben.

Ausgangslage

Die Information ist vorhanden – aber nicht dort, wo der Angebotsprozess sie braucht.

Eine Anfrage beginnt häufig in einem Postfach. Technische Anforderungen stehen in mehreren Anhängen, Produktdaten in unterschiedlichen Ablagen, Preise im ERP und Erfahrungswissen bei einzelnen Fachkräften.

Dadurch wird nicht nur übertragen und gesucht. Es entstehen Rückfragen, unterschiedliche Annahmen und schwer nachvollziehbare Übergaben. Eine KI-Funktion allein löst das nicht; gebraucht wird ein kontrollierter Prozess über die bestehenden Systeme hinweg.

Beispiel

So sieht das Ergebnis aus: ein Entwurf mit Quellen, Annahmen und Rückfragen.

Das Beispiel zeigt die Struktur: Jede Aussage hat einen Beleg, jede Lücke ist markiert, und nichts geht ohne fachliche Freigabe hinaus.

EingangAnfrage per E-Mail
Anfrage Förderschnecke DN 250 – Angebot bis KW 39?Von:
LV_Auszug.pdfZeichnung_1084-A3.pdfMengenliste.xlsx

„Sehr geehrte Damen und Herren, anbei die Unterlagen für das Projekt Linz-Süd. Wir bitten um ein Angebot für die Positionen laut LV. Details zur Ausführung siehe Zeichnung …“

ErgebnisAngebotsentwurf – zur Prüfung
Quelle

Positionen 1–7 aus dem LV übernommen und dem Sortiment zugeordnet.Beleg: LV_Auszug.pdf, Seite 3–5

Quelle

Werkstoff 1.4571, Länge 6.400 mm laut Zeichnung.Beleg: Zeichnung_1084-A3.pdf

Annahme

Lieferung frei Baustelle angenommen – im LV nicht angegeben, im Entwurf markiert.

Rückfrage

Antriebsleistung fehlt in den Unterlagen – Rückfrage an den Kunden vorbereitet.

Freigabe

Preise aus dem ERP; Versand erst nach Prüfung durch Vertrieb und Technik.

Kein automatischer Versand: Der Entwurf bereitet vor, entschieden wird von Menschen.

Das Beispiel zeigt die Struktur des Ergebnisses. Welche Felder, Regeln und Freigaben Ihr Prozess braucht, wird anhand von 3–5 echten Anfragen im Angebotsprozess-Check festgelegt.

Für wen?

Besonders passend für erklärungsbedürftige Produkte und variantenreiche Angebote.

Entscheidend ist weniger die Branchenbezeichnung als ein wiederkehrender, dokumentenintensiver Prozess mit fachlicher Prüfung.

Maschinen- & Anlagenbau

Kundenspezifische Anforderungen

Spezifikationen, Optionen, technische Grenzen und vergleichbare Lösungen für die Bearbeitung zusammenführen.

Metall & Komponenten

Varianten und Fertigungswissen

Zeichnungen, Materialangaben, Mengen, Termine und interne Prüfregeln strukturiert vorbereiten.

Bauzulieferer & TGA

LV und Produktzuordnung

Positionen, Anforderungen, Ausschlüsse und offene Punkte mit dem eigenen Sortiment abgleichen.

Technischer Großhandel

Viele Anfragen und Systemübergaben

Eingänge vorsortieren, Produktwissen ergänzen und Vorgänge ohne unnötige Mehrfacheingaben weiterleiten.

Illustrativer Ablauf

Vier kontrollierte Schritte statt einer undurchsichtigen Vollautomatisierung.

Das exemplarische Zielbild macht den möglichen Prozess greifbar. Umfang und Automatisierungsgrad werden für ein konkretes Unternehmen anhand echter Vorgänge festgelegt.

01

Eingang zuordnen

E-Mail, Absender, Projektbezug und Anhänge erfassen und einem Vorgang zuordnen.

02

Anforderungen klären

Merkmale, Mengen, Termine, Normen und fehlende Angaben strukturiert sichtbar machen.

03

Wissen heranziehen

Freigegebene Produktdaten, Dokumente und vergleichbare Vorgänge mit Quellenbezug verwenden.

04

Prüfbar übergeben

Rückfragen und Angebotsgrundlagen vorbereiten, fachlich freigeben und an Zielsysteme übergeben.

Menschliche Kontrolle

Die Anwendung bereitet vor. Fachliche Verantwortung bleibt sichtbar.

Quellen statt Behauptungen

Produktmerkmale und technische Aussagen werden mit der verwendeten Fundstelle verknüpft.

Annahmen statt Scheinsicherheit

Fehlende oder widersprüchliche Angaben werden markiert und nicht unbemerkt ergänzt.

Freigaben statt Autopilot

Preise, Machbarkeit, Ausnahmen und verbindliche Zusagen bleiben bei den verantwortlichen Rollen.

Protokoll statt Blackbox

Bearbeitungsschritte, Korrekturen und Übergaben bleiben für Pilot und Betrieb nachvollziehbar.

Systemlandschaft

Der Prozess verbindet vorhandene Systeme, anstatt sie pauschal zu ersetzen.

Kommunikation

Postfach und Formulare

Eingänge, Absender, Anhänge und Verlauf als Ausgangspunkt des Vorgangs erfassen.

Wissen

DMS und Dokumentablagen

Gültige Versionen, Berechtigungen, Produktunterlagen und frühere Angebote kontrolliert erschließen.

Stammdaten

ERP und Produktdaten

Verbindliche Artikel, Preise, Verfügbarkeiten und Regeln über definierte Schnittstellen einbinden.

Bearbeitung

CRM und Aufgaben

Status, Verantwortliche, Rückfragen und nächste Aktionen ohne Medienbruch weitergeben.

Messbarer Pilot

Der erste Test beginnt mit echten Vorgängen und einer klaren Vergleichsbasis.

Vor dem technischen Aufbau werden Ausgangswerte festgehalten. So lässt sich beurteilen, ob der Ansatz den Arbeitsprozess tatsächlich verbessert.

Bearbeitungszeit

Wie lange dauert ein Vorgang?

Aktuelle Such-, Übertragungs- und Rückfragezeiten mit dem Pilotablauf vergleichen.

Vollständigkeit

Welche Angaben fehlen?

Prüfen, ob notwendige Merkmale und Widersprüche früher und verlässlicher erkannt werden.

Qualität

Was muss korrigiert werden?

Fachliche Korrekturen nach Ursache unterscheiden: Quelle, Zuordnung, Regel oder Entwurf.

Akzeptanz

Hilft das Ergebnis im Alltag?

Bewerten, ob Fachkräfte die Vorbereitung verstehen, prüfen und sinnvoll weiterverwenden können.

Eignung

Wann lohnt sich eine genauere Prüfung?

Gute Voraussetzungen: wiederkehrende technische Anfragen, mehrere beteiligte Systeme, repräsentative Dokumente, ein fachlich verantwortliches Team und ein messbarer Engpass.

Schwache Voraussetzungen: nur wenige Vorgänge, ausschließlich standardisierte Artikelbestellungen, keine verlässlichen Quellen oder der Wunsch nach vollständig autonomen Angeboten ohne fachliche Freigabe.

Vertiefend: Technische Kundenanfragen automatisieren zeigt den Ablauf vom Eingang bis zum prüfbaren Entwurf. Die Dateninventur vor der Angebotsautomatisierung liefert die Prüffelder für den ersten Workshop.

Wenn die Voraussetzungen noch unklar sind, analysiert der Angebotsprozess-Check 3–5 reale Anfragen und grenzt einen messbaren Pilot ab. Für einen bereits gut beschriebenen Prozess kann direkt ein Pilot konzipiert werden. Die KI-Beratung für Maschinenbauunternehmen ordnet den Angebotsprozess in weitere mögliche KI-Anwendungsfelder des Unternehmens ein.

Nächster Schritt

Einen realen Angebotsprozess gemeinsam einordnen.

Im Erstgespräch betrachten wir Eingänge, Bearbeitungszeit, Wissensquellen, Systeme und Freigaben. Danach ist klarer, ob Analyse, Pilot oder eine klassische Prozessverbesserung sinnvoll ist.